Eintrachtschule 
EIntrachtschule, 1989

nun ist sie 100 Jahre alt und 
niemand hat's bemerkt!.

Genau diese Schule ist gemeint
Der Nichteingeweihte oder -betroffene muss an dieser Stelle schon Probleme haben; von welcher Schule soll den hier die Rede sein? Bild und Schulname passen doch nicht zusammen! 
Wie die Entwicklung auch gewesen sein mag, dies ist für uns die Eintrachtschule. Es ist nicht die Sedanschule, wie unsere Eltern sie genannt hatten und auch nicht die Friedrich-Kayser-Schule, wie sie heute heißt. Die Gedanken und Hintergründe, die zur letzten Umbenennung geführt hatten, kennt der Autor nicht, spielen aber auch, da sie nach "unserer Zeit" stattfand, überhaupt keine Rolle. 
An Friedrich-Kayser-Schule könnten sich die Klasse Dorka vielleicht doch noch gewöhnen, weil ihr die ehemalige Schule gleichen Namens - an der Stelle, an der sie stand, steht heute die Volksbank - geläufig ist, dorthin war sie mal längere Zeit wegen Raummangel an der Eintrachtschule ausgesiedelt. 

Es gibt auch heute eine Eintrachtschule in Schwerte, das ist aber ein neu errichtete Schule am Holzenerweg.


Sie machte einen gewaltigen Eindruck
Damals machte sie schon einen gewaltigen Eindruck auf uns, die Eintrachtschule mit ihrer großen doppelflügeligen Eingangstür, auf die kleinsten der Schüler. Es war schon eher ein Portal als eine Tür aus der Sicht eines einmeterzehn Menschleins. 
In Zweierreihen, schurgerade und muksmäuschenstill standen die Schulkinder klassenweise vor dieser Tür - selbst ich kann mir solches heute nur noch schwer vorstellen. Dann ging es auf Kommando in fest vorgegebener Reihenfolge die noch mehr als die Tür beindruckende Treppe hinauf zum Klassenraum.   
Auch bei der Klassenverteilung gab es feste Regeln. Die Kleinsten und Jüngsten hatten gleich den ersten Klassenraum hinter der Treppe. Die Älteren dann die Räume dahinter. Ab dem dritten oder vierten Schuljahr ging es nach oben in die darüber liegende Etage oder auch nach unten in den Keller in die nachträglich umgebauten Räume.
Eine weiter Tür am anderen Ende der Schule, die aber viel kleiner und normaler war als das zuvor beschriebene Portal, diente als Eingang für die älteren Schuler, die dann ja gegebenenfalls eine Treppe höher oder nach unten mussten. So wurden Zusammenstöße auf den Fluren verhindert und der Ein- und Ausgang erfolgte nach den Regeln moderner Verkehrsführung, kreuzungsfrei. 
Und dann gab es noch eine Tür an der Vorderseite der Schule, direkt an der Eintrachtstraße, die dem Lehrkörper vorbehalten war. Diese Tür wurde auch nach jedem Durchschreiten eines Lehrers oder einer Lehrerein wieder verschlossen, damit möglichst kein Schüler oder keine Schülerin diese Abkürzung nehmen konnte. Nur ganz selten gelang es dann doch dort mit hinein zu kommen. Es sei denn, man machte es wie Hänschen, der dort oft wartete und dann das Fahrrad von Lehrer Sieberg dort hereintrug.   

Im März 2003 hatte ich Gelegenheit mir noch einmal die Schule anzusehen. Vieles ist noch so wie es einmal war; nur der Eindruck, den die großen Türen und die Treppen vermitteln, erscheint mir heute nicht mehr so gewaltig. Die Flure ähneln noch den damaligen und die Klassenräume sehen noch so aus wie vor 50 Jahren. Nur der Abstand zwischen den Tischen hat sich erheblich vergrößert und der Fußboden ist nicht mehr geölt sondern versiegelt. 


 

Neubau der späteren Eintrachtschule 1905


Bild aus "Schwerte in alten Ansichten 1867 - 1914"

 

wird fortgesetzt

© Heinz-Dieter Fälker zuletzt geändert:  04.11.12